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«Auch Aussenquartiere haben Recht auf Sicherheit»

Abschaltung der Strassenbeleuchtung. Kontra: Christian Meng

Letzthin bei der «Nachhausefahrt» um 18:00 Uhr staunte ich nicht schlecht, als das Auto vor mir (TG ….) ein Bremsmanöver nach dem Parkplatz «Liebegg» einleitete, dies auf der Hauptverkehrsachse ins Appenzeller Mittelland. Ich hatte genügend Abstand, deshalb war dies kein gröberes Problem…. Wenn im «Watt», nach Aufhebung der 50er Beschränkung die Fahrzeuge im gut beleuchteten Bereich beschleunigen und dann abrupt in ein «dunkles Loch» fallen, ist dies für mich sicherheitstechnisch äusserst fragwürdig. Handelt es sich doch um einen wirklich kleinen, aber ganz wichtigen Abschnitt in der Agglomeration der Stadt St.Gallen, und dies wegen rund 800 m. Ferner ist diese Strecke ein Schul- und Radweg, der intensiv mit motorisiertem Verkehr tangiert wird. Ganz zu schweigen von einer bestehenden Infrastruktur, die man einfach nicht mehr nutzt. Das ist so, wie wenn ich eine Geschirrspülmaschine zu Hause habe und die, obwohl ich Bedarf hätte, nicht mehr nutze.

Ich meine, die Einwohner in den Aussenquartieren haben auch das Recht auf Sicherheit und Komfort. Im «Battenhaus» getraut sich z.B. eine Frau in der Dämmerung kaum mehr alleine zu einem Abendspaziergang… Es geht daher auch um volkswirtschaftliche Aspekte : Freizeitbeschäftigungen (z.B. Abendspaziergang, Joggen) werden eingeschränkt, bzw. es muss mit BATTERIE-BETRIEBENEN Geräten ERSATZ geschaffen werden. Kompromissbereitschaft und nicht blinde Sparwut ist gefordert, bei solchen Lösungen gibt es nicht nur schwarz-weiss…

Ich kritisiere jedoch nicht nur, ich habe konkrete Vorschläge: – Ein Abschalten der Beleuchtung ab 22:00-05:30 Uhr könnte ich mir durchaus vorstellen, sicher nicht während der Hauptverkehrszeit. – Jede zweite Leuchte ausschalten, oder dimmbare Leuchten und Leuchtmittel verwenden. – Ersatz der Beleuchtung durch LED => innovativ-fortschrittlich und der Sicherheit sowie der Ökologie ist genüge getan. Und noch nebenbei, es gibt auch andere Ansätze um Strom zu sparen : – Weshalb müssen Reklameleuchten bis tief in die Nacht oder sogar die ganze Nacht «leuchten» ? – oder weshalb muss die Kirche mit grossen Scheinwerfern bis um Mitternacht «leuchten» ? – was ist mit der Weihnachtsbeleuchtung ? – Im Gemeinderatssaal hängt ein Kronleuchter mit vielen Glühbirnen, ebenfalls die Wandleuchten, was geschieht da ?

Ich habe mir in den letzten Tagen auch selbstkritisch überlegt, ob ich wohl als Einziger so denke, oder ob da noch andere Mitbetroffene identische Gedanken haben. Ich unterstütze Energiesparen, ganz klar, es sollte jedoch wohl überlegt werden, wo ein Komfort- und Sicherheitsverlust entsteht und ob dieser auch tolerierbar ist.

Christian Meng, Kurvenstrasse

«Licht aus» – auf Kantonsstrassen ausserorts

Die überraschende Abschaltung gibt zu reden.  weiterlesen…

 

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3 Kommentare

  1. Stefan Tittmann

    19. 03. 2012 / 12:39 Uhr

    Könnte das eine verbindende Lösung - ein 3. Weg sein? Tagesschau vom 18.3. "Strassenlampen sollen nur dann brennen, wenn auch wirklich jemand auf der Strasse ist" http://www.videoportal.sf.tv/video?id=fd7b6501-e68d-49b9-b5dc-165f7f0c0f13

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  2. Meine volle Unterstützung zum Strom sparen bekämen: 1.Strassenbeleuchtung von 22 00 bis 06 00 ausschalten! 2.Nur noch jede 2. Strassenlampe eingeschaltet lassen. Weiterer Vorschlag: Vom Einnahmen-Ueberschuss von 6,5 Mio Fr mindestens 1 Million Franken für Solaranlagen auf öffentlichen Bauten (Turnhallen usw.) einsetzen!

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  3. Christian Thörig

    06. 02. 2012 / 20:10 Uhr

    Diese Gedanken hatte ich auch schon. Ich fahre täglich diese Strecke und muss jedes Mal den Kopf schütteln. Die Sicherheit leidet darunter. Ich hoffe, dass es eine bessere Lösung gibt und dass keine Unfälle passieren.

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